Zuletzt aktualisiert am 21. November 2023 um 15:48

Oma kommst du mit dem Zug, hatte mich mein Enkel gefragt, als ich ihm am Telefon sagte, dass wir uns bald in Wien treffen würden. Er war hörbar erstaunt, dass wir mit dem Schiff kommen würden. Die Anreise am Wasser von Salzburg in die Bundeshauptstadt ist ja eher ungewöhnlich und mit einem öffentlichen Verkehrsmittel gar nicht möglich. Aber mit einem Flusskreuzfahrtschiff, wie der MS Thurgau Prestige, im Rahmen einer Donaureise.

Reisen mit der MS Thurgau Prestige

Mit der MS Thurgau Prestige auf dem Weg nach Wien

Noch viel größer war die Freude bei den Enkelkindern, als sie erfuhren, dass sie uns mit ihren Eltern an Bord zur Nachmittagsjause besuchen könnten. Mir war nicht bewusst, dass Kinder ein Flusskreuzfahrtschiff so spannend finden würden. Ausgestattet mit Besucherkarten, haben wir einen Rundgang über die MS Thurgau Prestige gemacht und ich glaube, da wächst gerade die nächste River Cruise Fangemeinde heran.

Übernachtung in Wien am Anleger 11 bei der Reichsbrücke

Wir sind natürlich nicht in Salzburg an Bord gegangen, sondern in Linz und Wien war schon der zweite Stopp, mit Übernachtung übrigens. Man legt nicht direkt in der Stadt an, weil die Donau nicht direkt durch das Zentrum fließt. Die Anlegestellen für die Flussfahrt befinden sich vorwiegend rund um die Reichsbrücke am Handelskai. Das mag nicht gerade der attraktivste Teil von Wien sein, aber immerhin schaut man auf die Donauinsel und die modernen Stadtviertel mit ihren hohen Bürotürmen.

Von dort kommt man relativ schnell mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Innenstadt. Nur ein paar Minuten Fußmarsch entfernt kann man etwa die U-Bahnlinie 1 (Haltestelle Vorgartenstraße) besteigen.

Stadtrundfahrt und Führung durch den 1. Bezirk

Wir hatten bei unserem Aufenthalt eine große Stadtführung, die mit einer Anreise per Bus entlang des Praters und der Ringstraße begann. Da sieht man ja schon im Vorbeifahren zahlreiche Denkmäler und wichtige Gebäude. Das berühmte Riesenrad, die Staatsoper, das Parlament, die beiden großen Museen, das Rathaus oder das Burgtheater, um nur einige Sehenswürdigkeiten zu nennen.

Von der Staatsoper zur Hofburg

Geparkt wird dann direkt an der Staatsoper. Von dort marschierte dann unsere Gruppe vorbei an der Albertina, einem Museum für modernen Kunst, entlang den Stallungen der Hofreitschule zur Hofburg. Alleine für diesen Gebäudekomplex könnte man einen ganzen Tag aufwenden. Ich sage nur Sisi-Museum. Übrigens hat dort auch unser Bundespräsident seine Büroräumlichkeiten. Also nicht im Sisi-Museum, aber in der Hofburg.

Kohlmarkt und Graben

Dann führte unser Weg weiter über den Kohlmarkt, nicht ohne einen Blick in die berühmte Konditorei Demel zu werfen. Die war zum Glück noch geschlossen. Nächster Stopp dann der weitläufige Graben mit unzähligen, teils sündhaft teuren Stores. Aber es gab keine Gefahr für Kreditkarten und Geldbörse, am Sonntag ist Österreich sehr katholisch und die Geschäfte sind geschlossen.

Stephansdom und Kärntnerstraße

Wir haben uns dann von der Gruppe getrennt und in einem Kaffeehaus im Schanigarten Platz genommen. Leut‘ schauen war für eine halbe Stunde angesagt, bevor ich noch einen Sprung in den Stephansdom gemacht habe. Zurück zum Bus sind wir über die Kärntnerstraße flaniert. Unter der Woche kann man auch dort genug Geld ausgeben. Nach gut zwei Stunden ging es dann per Bus retour zur MS Thurgau Prestige. Nicht alle Passagiere kam mit zurück an Bord, denn das Schiff legte erst abends wieder ab.

Die Stadt alleine erkunden

Wenn genügend Anmeldungen getätigt werden, dann gibt es einen fakultativen Ausflug nach Schönbrunn. Dorthin gelangt man aber auch ohne Probleme mit der U-Bahn. Mein Tipp, wenn man die Stadt selbständig erkunden möchte, unbedingt Tickets schon vorab bestellen. Das gilt vor allem für beliebte Ziele.

Meine Wientipps

Nachmittagspause im Panoramasalon

Ich habe es eingangs erwähnt, meine Tochter samt Familie, die außerhalb der Bundeshauptstadt leben, kamen zu Besuch. Die Nachmittagsjause im Panoramasalon war dafür eine ideale Gelegenheit. Diese kulinarische Stärkung haben wir während der gesamten Fahrt täglich genossen. Zum Glück bin ich in dieser Woche sehr viel gelaufen, sonst hätte sich das wohl auf der Waage bemerkbar gemacht.

Entlang der Donauauen

Am späten Sonntagnachmittag hieß es dann schon wieder Leinen Los! und wir haben Wien Richtung Bratislava verlassen. Es gibt auch auf dieser Strecke viel zu sehen, etwa die Friedenspagode direkt am Donauufer und natürlich wieder diverse Schleusen. Bevor man kurz vor Bratislava die Grenze zur Slowakei überfährt, durchquert man noch den prachtvollen Nationalpark Donauauen, eine der größten weitgehend intakten Aulandschaften Mitteleuropas. Diese Naturlandschaft wäre bald vollkommen verschwinden, weil hier ein großes Kraftwerk geplant war, das durch monatelange Aubesetzungen verhindert wurde.

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Dieser Beitrag wurde unterstützt von Thurgau Travel. Der Inhalt entspricht wie immer meiner persönlichen Meinung und ist unbeeinflusst.

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