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Reise / Restaurant

In der Bullerei in Hamburg

Ich war in Hamburg. Wieder einmal, denn inzwischen steht die Stadt auf der Liste meiner Lieblingscities ganz weit oben. Ursprünglich hatte ich diese Reise geplant, weil ich im hohen Norden eine Foodbloggerveranstaltung besuchen wollte, die aber leider abgesagt wurde. Das war zwar schade, aber ich hatte auch noch andere Gründe. Zum einen lebt ein ganz kleiner Teil meiner Familie in Hamburg und zum anderen wollten meine Mama, meine Schwester und ich schon seit Jahren gemeinsam an die Elbe reisen. Von Salzburg aus ein Katzensprung. In nur einer Stunde erreicht man via Direktflug die Hansestadt. Bedauerlicherweise wurde Airberlin von Easyjet abgelöst, und diese Airline verrechnet für jedes Extra extra viel. So hätte der Transport eines Koffers 100€ ausgemacht. Also begnügten wir uns mit Handgepäck und die großen Roben bleiben Zuhause.

Jungfernsteg Hamburg

Speicherstadt

Rathaus Hamburg (2)

Elbphilharmonie

BULLEREI IM SCHANZENVIERTEL

Das spielte keine große Rolle, denn unser erstes Ziel war die Bullerei von Tim Mälzer im angesagten Schanzenviertel. dort wo sich noch vor einiger Zeit die linke Szene niedergelassen hatte, findet man heute sogar Lamborghinis auf den Parkplätzen. Schick, hipp und jung sind die Menschen , denen man auf den nächtlichen Straßen begegnet. In der Bullerei empfand ich das Publikum sehr vielschichtig und durchaus sehr angenehm. Schon im Gartenbereich tummeln sich viele Gäste auf den Loungemöbeln. Das Restaurant befindet sich im Inneren einer großen Halle. 100% Industriestil. Das Lokal könnte auch in Tribeca in New York stehen. Ohne Reservierung braucht man vermutlich nicht einmal nach einem Stehplatz fragen. Dies ließ zumindest die Schlange am Eingang vermuten. Schnell und freundlich wurden wir zu unserem Tisch geführt. Gleich vorweg muss ich erwähnen, dass das Personl erfrischend freundlich ist. Kompetent und höflich, auch wenn der Umgang sehr amikal wirkt.
Warum ich die Bullerei gewählt habe, hat einen einfachen Grund. Es gibt auf der Speisekarte mindestens drei Speisen die für meine Esseinschränkung geeignet sind. Ich reserviere vorab immer einen Tisch, wenn ich ausgedehnter essen möchte und schildere auch kurz meine Problematik per Mail. Ich frage ob ich vor Ort fotografieren darf und ob ich möglicherweise ein Rezept eines der Gerichte, die ich esse, für meinen Foodblog erhalten könnte. Tatsächlich wurde zum ersten Mal in zwei Jahren, seit ich auf meinem Foodblog Geschmeidige Köstlichkeiten über Restaurants schreibe, dieser Wunsch nicht erfüllt. Sei es darum, das Essen war trotzdem wunderbar, darum erscheint meine Empfehlung für das Lokal an dieser Stelle.

Bullerei Eingang

Bullerei Außenbereich

ERBSIS UND SENFEI

Als Vorspeise gönnte ich mir Die Erbsis. Da werden Erbsen in mehreren Formen serviert, allein die ganzen Kügelchen musste ich beiseite schieben, weil sie für mich zu fest waren. Die Kombination mit Skyr, einem isländischen Joghurt, und Ribiseln , wie wir Österreicher Johannisbeeren bezeichnen, ruft nach Nachahmung.
Danach gab es Senfei. Das habe ich vermutlich seit meiner Kindheit nicht mehr gegessen und ist für mich ein ideales Gericht. Angerichtet mit Spinat und Kartoffelpüree eine sehr runde Sache. Eigentlich wäre das ein Zwischengericht, ich habe es als Hauptgang geordert und es war beinahe zu viel.
Zum Abschluss habe ich dann doch noch eine süße Verführung bestellt, nämlich halbflüssige Tainori Schokolade mit Passionsfruchtsorbet, Banane und Avocado.

Bullerei Senfei

Bullerei Schokolade Nachspeise
Meine Mama und meine Schwester entschieden sich für das Überraschungsmenü, einmal mit Fleisch und einmal mit Fisch als Hauptgang. Die Damen befanden die Hauptgänge für ein Überraschungsmenü ein wenig einfach, aber von der Qualität tadellos, waren aber jeweils von Vor- und Nachspeise sehr begeistert.

Bullerei Filet

Bullerei Fisch Hauptgang

Bullerei Nachspeise
Hervorheben möchte ich die tolle Preisgestaltung, für das Gebotene mehr als moderat. Lokal, Speisen und Personal sind wirklich Gründe um wieder zu kommen. Allein der Patron, Tim Mälzer, bekannt aus zahlreichen TV-Sendungen überzeugt nicht unbedingt mit Herzlichkeit und Charme. Der Bitte nach einem gemeinsamen Foto kam er eher aus Plicht, denn aus spürbarer Freude nach.

Tim Mälzer

Garten Bullerei

Schanzenviertel Hamburg

Info für die werte Leserschaft

10 Comments In der Bullerei in Hamburg

  1. Hildegard H.

    hallo liebe Claudia, mach dir nichts ‚draus, dass der Tim Mälzer nicht freundlich war. Ich denke, er geniesst seinen Ruf als ‚bulliger unfrendlicher und schnodderiger junger Mann‘! wobei er als Patron mal darüber nachdenken sollte, dass Freundlichkeit ‚kostenlos‘ ist! Ich mag ihn übrigens nicht, weil er auf mich unerzogen und vorlaut wirkt, gerade in talk-shows.
    LG

    1. Claudia Braunstein

      Liebe Hildegard, ich mach mir da auch nicht wirklich etwas draus, das würde zu viel Energie kosten , die ich gerne anders verwende. Ich fand es ein wenig befremdlich, dass man als Wirt so wenig Interesse an seinen Gästen hat. Aber viele Kommentare haben meine Beobachtung bestätigt. Liebe Grüße, Claudia

  2. Gabi

    Liebe Claudia,
    Senfei war mir bis heute völlig unbekannt. Dein Foto mit dem Spinat und Kartoffelpüree sieht jedoch so gut aus, dass ich sofort auf die Suche nach einem Rezept gegangen bin. Zu meiner Freude, ist das ja ein ganz schnelles Rezept. Einfach eine Bechamelsauce mit Senf zubereiten – tadaa fertig. Sobald es wieder etwas kühler ist und ich den Herd mal wieder anwerfe, wird das nachgekocht.
    Auf meiner Liste der Lieblingsstädte steht Hamburg auch ganz weit oben. Wenn ich deine Bilder betrachte, bekomme ich gleich wieder ganz große Sehnsucht nach dieser tollen Stadt.
    Liebe Grüße aus Niederösterreich, Gabi

    1. Claudia Braunstein

      Hallo Gabi, ich würde sagen, Senfei ist eher typisch deutsch, kann mich aber auch täuschen. Ich kannte es von meiner Omi, die lange in Deutschland lebte. Für mich ist das sehr gut essbar und ich mag Senf sehr gerne. Ich werde das Rezept dazu demnächst auf meinem Foodblog veröffentlichen. Ja, Hamburg mag ich sehr gerne, ich bastle gerade an einem Artikel. Liebe Grüße, Claudia

      1. Dirk Dietrich

        Hallo Claudia, das Senfei kann man als typisch deutsch betrachten. Das bekomme man sogar zubereitet, wenn man normalerweise nicht viel kocht. Deine Bilder über Hamburg gefallen mir auch sehr gut. Und im übrigen, der Süden Hamburgs ist auch sehr schön. lebe dort seit 18 Jahren, so halb freiwillig der Arbeit wegen. Nächste Woche besuche ich Erfurt, deine Bilder hier über deinen unfreiwilligen Stop in der Stadt sind ja wirklich schön. Liebe Grüße aus dem noch sehr warmen Hamburg, Dirk.

        1. Claudia Braunstein

          Hallo Dirk, hach, immer noch schönes Wetter in Hamburg. Ich komme sicher wieder. Ich sass die beiden letzten Tage an hunderten Fotos um endlich einen Hamburg-Beitrag zusammen zu basteln. Da kommt immer gleich wieder Fernweh hoch. Erfurt, ja, das war für mich heuer eine echte Überraschung. Ich hatte vor meiner Reise so wenig Zugang zu diesem Teil Deutschlands und war wirklich erstaunt. Ich wünsche dir schöne Tage in Thüringen. Herzliche Grüße aus Salzburg, Claudia

          1. Dirk Dietrich

            Hallo Claudia, ja das Wetter ist immer noch super, darüber muss man auch etwas staunen. Die Bilder über Hamburg hast du super ausgesucht. Danke schön, auf Erfurt freue ich mich schon. Ich kenne Thüringen zum großen Teil nur vom durchfahren auf der Autobahn und aus alten DDR Zeiten. Du kennst diesen Teil Deutschlands nicht so gut. Dann empfehle ich dir meine Heimat. Da ist zum einen das Dessau Wörlitzer Gartenreich und fast in der Nähe ist auch Wittenberg, wo der Luther seine Thesen an die Schlosskirche genagelt hat. Grüße aus Hamburg, Dirk

          2. Claudia Braunstein

            Hallo Dirk, Wittenberg hätte ich für nächstes Jahr ins Auge gefasst. Mal schauen, was so alles kommt. Ich war jetzt zwei Tage ganz unverhofft in Kulmbach, also fast schon in Thüringen. Auch ein interessanter Fleck. Liebe Grüße aus Salzburg, Claudia

  3. Beata

    Liebe Claudia, ich habe deinen Blog durch Zufall entdeckt und bin von deinen Beiträgen und Bildern einfach begeistert. Hamburg kenne ich seit über 20 Jahren – mein Mann ist Hamburger. Ich konnte die Stadt lange nicht lieb gewinnen. Erst seit ein paar Jahren entdecke ich langsam die Stadt für mich. Vielleicht deshalb, weil meine Kinder schon zum Teil aus dem Haus sind und ich mich meinen alten Hobbys und Interessen widmen kann? Und Hamburg hat viel zu bieten. LG. Beata

    1. Claudia Braunstein

      Hallo Beata, schön, dass du auf meinen Blog gestoßen bist. Herzlich willkommen. Ich habe ewig gebraucht um endlich einmal nach Hamburg zu kommen, das ist nun schon einige Jahre her und ich versuche einmal im Jahr die Stadt zu besuchen. Unter den deutschen Städten ist Hamburg für mich eigentlich die Nummer eins. obwohl es ganz viele andere tolle Städte gibt. Liebe Grüße aus Salzburg, Claudia

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