Zuletzt aktualisiert am 7. Januar 2023 um 19:08

Wenn eine Reise mit vielen Tränen beginnt, dann kann das verschiedenste Gründe haben. Der schönste Grund sind natürlich Freudentränen. Ja, ich bin seit meiner Krebserkrankung sehr nahe am Wasser gebaut und bekomme in Glücksmomenten sehr gerne feuchte Augen. Genau das ist mir auf meiner Reise nach Saturnia passiert. Terme di Saturnia liegt in der Maremma in der südlichen Toskana. Ich habe dort in der Nähe in Porto Santo Stefano viele Sommer als Kind und Jugendliche verbracht. Dann war ich noch zweimal mit meinem Mann und unserem Erstgeborenen dort auf Urlaub und seitdem habe ich die Toskana nie wieder besucht. Rund 35 Jahre sind seither vergangen, ich habe die halbe Welt bereist und gerade in den letzten Jahren ist meine Toskanasehnsucht sehr groß geworden.

Maremma, ein wenig bekannter Teil der Toskana

Die Maremma liegt nun nicht gerade ums Eck und ich mag auch innerhalb von Europa nicht mehr wirklich fliegen und lange Autofahrten sind inzwischen auch ein wenig mühsam. Aber dann kam diese großartige Einladung in die Terme di Saturnia, die ich tatsächlich von früher kannte. Da flossen das erste Mal die Tränen. Das zweite Mal habe ich feuchte Augen bekommen, als mir das Management des Hotels ermöglichte, auf der Fahrt vom Bahnhof Roma Termini einen Abstecher nach Porto Santo Stefano zu machen. So viele Emotionen und Erinnerungen, ich kann das gar nicht in Worte fassen. So ein schöner Start in wunderbare Tage in der Toskana.

Thermalwasser mit konstanten 37,5 Grad direkt aus dem Berg

Aber jetzt möchte ich ein wenig oder auch mehr von meinem Aufenthalt in Saturnia erzählen. Der Ort ist bekannt wegen seines Thermalwassers, das stark schwefelhaltig ist. Das Wasser sprudelt mit konstanten 37,5 Grad aus der Erde. Übrigens gibt es weltweit nur zwei weitere Quellen mit exakt dieser Temperatur. Alle anderen Thermalquellwasser müssen erwärmt oder abgekühlt werden.

40 Jahre benötigt das Schwefelwasser

40 Jahre benötigt ein Regentropfen, bis er durch den Monte Amiata wandert und beim Fünf-Sterne-Spa-Resort wieder ans Tageslicht kommt. Ich habe mir erzählen lassen, dass sich das Wasser im Thermalsee 4 bis 6 Mal am Tag austauscht. Es rinnt dann in Form eines kleinen, warmen Baches in die nahen Cascate di Saturnia.

Schwefelwasser riecht, aber nicht lange

Ich habe mich lieber im Areal des Hotels aufgehalten, das ideal ist, auch für eine kurze Auszeit. Ich wurde mehrfach von Followern auf Instagram gefragt, ob denn das Schwefelwasser nicht unangenehm riechen würde. Ja, das tut es tatsächlich. Aber nach zirka fünf Minuten hat man sich an den Geruch gewöhnt und man bemerkt nichts mehr davon. Selbst wenn man im Thermalsee schwimmt oder auf der Terrasse isst, der Schwefelgeruch ist nicht mehr existent.

Schwefel senkt den Blutdruck

Natürlich sind die Quellen und alles was daraus entsteht, das Zentrum des Spa Resorts. Im Wasser wird nicht nur geschwommen. Wobei ich erwähnen sollte, schwimmen ist gar nicht so einfach, Schwefel senkt den Blutdruck und lässt einen etwas träge werden, deshalb werden auch Schwimmhilfen angeboten, mit denen man bequem herumtreiben kann. 15 Minuten, nicht viel länger sollte man im Wasser bleiben, und das nicht öfter als fünf, sechsmal am Tag. Ich kann nur sagen, ein fester Schlaf ist in den Tagen des Aufenthalts in Saturnia garantiert.

Schönheit, Gesundheit und auch medizinische Leistungen

Aus dem Plankton, der im Wasser schwebt, werden kosmetische Produkte erzeugt. Gesichtscremen und Körperpackungen etwa. Da bin ich gleich beim Thema. Der Spa Bereich im Hotel ist überwältigend. Schönheit, Gesundheit und auch medizinische Leistungen werden angeboten. Relax, Detox oder Rebalance wird großgeschrieben.

Rebalance Methode Terme di Saturnia

Die Rebalance Methode, die ich näher kennenlernen durfte, sorgt dafür Gewicht zu verlieren und den Körper neu zu formen. Giftstoffe sollen beseitigt werden, das Immunsystem stimuliert und die Energieflüsse reaktiviert. Auch nur vier Tage zeigen eine erste Wirkung. Kein Wunder, ich hatte jeden Tag zumindest eine Körperbehandlung, durfte gesunde Mittelmeerküche essen, habe ich mich viel bewegt und trotzdem fand ich gut zu einer inneren Ruhe.

Rebalance – Finden Sie Ihr natürliches Gleichgewicht wieder

Terme di Saturnia

Besonders für Frauen, die mitten im oder auch schon nach dem Wechsel sind, eigenen sich die Programme besonders gut. So habe ich etwa auch eine Endermologie Anwendung ausprobiert, die zu einem strafferen Gewebe verhelfen soll. Eine einmalige Anwendung ist da nicht sehr aussagekräftig, trotzdem hat die Haut gut durchblutet gewirkt. Das ist zumindest ein gutes Anzeichen.

Großartige Körperbehandlungen

Wenn mich jemand nach meinen Highlights fragt, so tue ich mich richtig schwer. Die Körperbehandlungen fand ich sehr beeindruckend. Ulivitas nennt sich eine besondere Anwendung. Eine Massage, die Lymph- und Blutkreislauf anregt. Anschließend wird noch ein Peeling mit Olivenöl und fein geriebenen Basilikumblättern aufgetragen. Obwohl die Körperbehandlung mit Massage, Tonerdepackung und einer abschließenden Massage mit Süßmandelöl nichts nachstand.

Die Liebe zu Yoga neu entdeckt

Ich nehme von derartigen Reisen auch immer einiges mit nach Hause. Aus Saturnia habe ich nicht nur Entspannung und körperliches Wohlbefinden mitgebracht, sondern neben einer schönen Herbstbräune auch eine neuentdeckte Liebe für Yoga. Schon seit Jahren versuche ich mich in Yoga. Mal mehr, meist aber weniger. In der Toskana habe ich jedoch einen neuen Zugang für mich gefunden. Endlich habe ich eine gute Anleitung für die Atemtechnik erhalten. Das ist gerade in meinem Fall so wichtig, weil ich seit meiner Erkrankung massive Probleme damit habe. Die täglichen Yogastunden haben mich wirklich animiert, auch daheim dranzubleiben. Es gelingt ganz gut. Mein Dank gilt Tess und Guido von der Yoga Garage aus Florenz, die in Saturnia immer wieder Retreats abhalten.

Ein Diätplan, der nicht nach Diät schmeckt

Und das Essen! Auch wenn hundertmal das Prinzip Detox dahintersteht. Wer leichte italienische Mittelmeerküche mag, der wird in Saturnia glücklich. Es gab viel Fisch, perfekt für mich. Ich muss ja leider bei Pasta und Risotto passen, aber das, was ich auf fremden Tellern sah, hätte mir durchaus gefallen. Übrigens sollte man während des Aufenthalts auch täglich Schwefelwasser trinken. Das ist gut für den Bewegungsapparat und für den Magen-Darm-Trakt. Ein Becher am Morgen auf nüchternen Magen ist zwar eine Herausforderung, aber durchaus wirksam.

Paradies für Golfer

Und ich habe in Saturnia eine Premiere erlebt. Ich habe tatsächlich zum ersten Mal in meinem Leben einen Golfschläger benützt. In der Hand gehalten hatte ich davor schon einige, eine Zeit lang haben zwei meiner Familienmitglieder Golf gespielt oder es zumindest probiert. Für mich war das nie eine Option. Aber im Rahmen einer Rundfahrt über den wunderschönen 18 Lochplatz, der direkt am Areal des Hotels liegt, hatte ich auch die Gelegenheit, mit einem Schläger zu hantieren.

Ich habe weder mich noch andere verletzt und tatsächlich beim dritten Versuch den Ball getroffen und weiter als 10 Meter geschlagen. Ich hätte eine gute Haltung, meinte der Golf Manager Procolo Sabbatino. Vielleicht wollte er auch nur flirten mit mir, denn meine rechte Schulter ist ja seit meiner großen Operation ziemlich lädiert. Golf wird auch jetzt nicht mein Sport werden, auch wenn ich das Probetraining witzig fand. Dafür könnte ich mir ein Dasein als Golfcart-Fahrerin gut vorstellen. Das hat nämlich wirklich Spaß gemacht, mit dem kleinen Gefährt zwischen den einzelnen Holes herumzudüsen und die toskanische Landschaft zu genießen und in der Trattoria am Golfplatz, La Stellata, einzukehren.

Zimmer und Suiten ideal auch für längere Aufenthalte

Jetzt habe ich noch gar nichts von meinem Zuhause für fünf Tage erzählt. Ja, die Zimmer und Suiten lassen keine Wünsche übrigen. Groß, geräumig und mit viel Liebe zum Detail und Stil eingerichtet. Da kann man auch gerne längere Zeit bleiben. Ein Badezimmer mit Wanne und Dusche machen die Unterkunft komplett.

Schöner Wellness Bereich

Die freie Zeit, zwischen Anwendungen und gutem Essen verbringt man am besten am Thermalsee oder bei Schlechtwetter im gut ausgestatteten Wellness Bereich. Sauna, Dampfbad und Ruheräume, alles was das Herz begehrt.

Wenn man nicht ausschließlich in der Anlage bleiben möchte, dann gibt es rund um Saturnia unzählige Ausflugsmöglichkeiten. Egal ob Meer, Kultur oder Hügellandschaft.

Dresscode tagsüber: flauschiger Bademantel

Mein Fazit

Das Luxushotel Terme di Saturnia eignet sich sehr gut für längere Gesundheitsaufenthalte. Die vielzähligen Programme lassen sich perfekt individuell anpassen. Ein mehrtägiger Zwischenstopp bei einer Toskanareise ist empfehlenswert. Mir hat die legere Atmosphäre tagsüber, Dresscode-Bademantel, sehr gut gefallen. Dafür dürfen für abends gerne ein paar eleganter Outfits in den Koffer. Angenehmes Publikum mit viel Stil. Als Gast erfährt man große Aufmerksamkeit in allen Bereichen.


Terme di Saturnia Natural Destination

Loc. Follonata, Saturnia

58014 Manciano (Grosseto)

prenotazioni@termedisaturnia.it

Homepage


Disclaimer: Dieser Beitrag entstand in freundlicher Kooperation mit Terme di Saturnia Natural Destination und Lobster Experience im Rahmen einer Pressereise. Der Inhalt ist wie immer unbeeinflusst und entspricht meiner persönlichen Meinung.