Zuletzt aktualisiert am 24. Januar 2024 um 15:53

Auf meiner Reise mit der VIVA ONE durch die Niederlande und Flandern haben wir einen eintägigen Halt in Hoorn eingelegt. Von Amsterdam aus gelangt man über das Markermeer in die beschauliche Stadt, die rund 75000 Einwohner zählt. Mit dem Auto würde man übrigens kaum eine Stunde benötigen. Die Anreise mit dem Schiff ist zwar länger, dafür spektakulärer.

Das IJsselmeer ist eigentlich ein See

Bei der Überfahrt habe ich dem Cruisedirektor bei seinen Ausführungen über die Umgebung gut gelauscht und musste trotzdem zu Hause nachlesen. Die Niederlande verändern sich nämlich geografisch ständig. Bis 1976 lag Hoorn noch am IJsselmeer. Dann wurde dieser künstliche See durch einen Damm geteilt und es entstand das Markermeer. Um die Verwirrung gleich zu lösen. Meer ist der holländische Begriff für See. Ursprünglich war dieser See, der kaum 5 Meter tief ist, eine Meeresbucht. Alles ein wenig kompliziert, so wie das gesamte Fluss- und Kanalsystem in diesen Regionen.

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Ankommen mit idyllischem Sonnenaufgang

Jedenfalls kamen wir am frühen Morgen, begleitet von einem grandiosen Sonnenaufgang von Amsterdam kommend im kleinen Hafen von Hoorn an. Alleine die Einfahrt lässt das Herz schon hüpfen. Man glaubt, man fährt direkt in eine Kulisse für einen Tourismusfilm. Rundherum kleine Segelboote und alte Kähne. Sogar die Anlegestelle wirkt wie aus einer anderen Zeit.

Hoorn ohne Stadtführung

Wir haben keine Stadtführung gebucht, weil ich den Stadtplan sehr übersichtlich fand und wir uns ohnedies gerne durch die Straßen treiben lassen. Und auch abseits von den touristischen Pfaden wandern. Wer vor Ort mehr Informationen haben möchte, der ist bei einer Führung, die durch den Cruisedirektor organisiert wird und schon vorab gebucht werden kann, sicher gut aufgehoben.

Historische Altstadt aus dem 17. Jahrhundert

Die Altstadt von Hoorn hat einen historischen Kern, der aus dem 17. Jahrhundert stammt, der Blütezeit des Ortes. Damals war Hoorn das Zentrum der Niederländischen Ostindien-Kompanie. Rund 300 Gebäude aus dieser Zeit stehen unter Denkmalschutz. Bei unserem Besuch wurde viel renoviert und instand gesetzt. Bei Schönwetter flaniert man am besten einfach durch die Stadt, lässt sich von der Architektur beeindrucken und setzt sich in eines der zahlreichen Lokale. Beliebt ist die Gegend um den Platz *Roode Steen*.

Hotel und Restaurant in einer Kirche

Apropos Lokale. Ich bin ja ein großer Kirchenfan. Nicht aus religiösen Gründen, sondern wegen der Architektur. Kirchen üben auf mich eine große Anziehungskraft aus, darum kann ich kaum an einer vorbeigehen, ohne einen Blick hineinzuwerfen. Jedenfalls kamen wir an einem sakralen Backsteinbau vorbei, dessen Haupteingang verschlossen war. Eine Tafel deutet darauf hin, dass sich der Eingang ums Eck befinden würde. Dort habe ich mich auch hinbegeben und festgestellt, dass aus der Kirche ein Hotel plus hippem Lokal entstanden ist.

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Museumsbesuche als Schlechtwetterprogramm

Auch bei Schlechtwetter gibt es genügend Angebote. Neben Galerien und Ausstellungen kann man vor allen auch Museen besuchen. Gleich bei der Angelegstelle der VIVA ONE auf dem Oostereiland befindet sich das Museum des 20. Jahrhunderts, in dem man in die Kultur des letzten Jahrhunderts eintauchen kann. Da kommen Erinnerungen auf. Am Roode Steen befindet sich das Westfriesische Museum, das sich der reichen Geschichte von Hoorn widmet.

Kunst im freien Raum

Auch im freien Raum wird viel Kunst geboten. Dazu gehören etwa die *Schiffsjungen von Bontekoe*, die seit vielen Jahren die ankommenden Schiffsreisenden begrüßen. Sehr berührend fand ich das Monument „Bagage voor het Leven“, das sich neben dem Cinema Oostereiland befindet und an gefallene Soldaten und Veteranen erinnert.

Hoorn ist Holland pur

Mein persönliches Highlight sind die entzückenden Wohnhäuser entlang der kleinen Häfen. Die Niederländer lassen ja Blicke in ihre Wohnräume gewähren. Selten, dass man geschlossene Vorhänge vorfindet. Schaut man verstohlen und dezent durch die Fenster im Erdgeschoss, so hat man das Gefühl sich in einem lebenden Interior Magazin zu befinden. So viel Stil und Geschmack, das sieht man wirklich selten in so geballter Form.

In Hoorn kann man wesentlich mehr Zeit verbringen, als nur einen Tag. Der Ort ist im Sommer ein beliebtes Ferienziel mit vielen verschiedenen Angeboten. Wer holländisches Feeling schnuppern möchte, der ist in Hoorn sicher gut aufgehoben.


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