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Persönliches

Muttertag

Am Sonntag ist es wieder soweit. Muttertag steht ins Haus. Jener Tag an dem die Konsummaschine wieder auf Hochtouren läuft. Sinnlose Geschenke werden angekauft. Gutscheine verteilt. Blumenhändler haben Hochkonjunktur. Mütter, Großmütter und heutzutage sogar Urgroßmütter schleppt man in überfüllte Wirtshäuser. Da werden Mütter mit Frühstück im Bett überrascht, Kuchen backende Kinder versauen die Küche. Ehemänner erklären, ihnen wär der Tag egal, denn man sei ja nicht seine Mutter, wobei das natürlich stimmt. Aus den Kindergärten und Volksschulen kommen unglaubliche Geschenke. Ich erinnere mich an dutzende Tonpapierkreationen und Topflappen. Liebevoll handgefertigt natürlich. Dass ich diese handwerklichen Meisterwerke oft umgehend entsorgt habe, traue ich mich heute noch nicht laut sagen.
Wie man sich den Müttern das restliche Jahr gegenüber verhält, das sei dahingestellt. Oft ist es so, dass gerade in Familien, in denen eine gleichberechtigte Situationen im Alltag zwischen allen Familienmitgliedern herrscht, der Muttertag nur einen geringen Stellenwert hat, oft auch gar keinen.

MUTTERTAG; NICHT MIT MIR

So wie bei uns. Weder in meiner eigenen Familie, noch in meiner Herkunftsfamilie wurde da jemals ein Aufsehen darum gemacht. Wären die verordneten Bastelarbeiten nicht gewesen, wäre dieser Tag immer an mir vorbeigegangen.
Obwohl, es gibt für mich schon eine wunderbare Tradition, die nun sagenhafte 28 Jahre hier gelebt wird. Alle meine Kinder haben den selben Kindergarten besucht. Und über 11 Jahre hinweg brachte zumindest immer ein Kind, manche Jahre auch zwei, ein Gedicht mit nach Hause. Oh Wunder, nämlich immer dasselbe. Auch nach den langen Kindergartenjahren hat es sich eingebürgert, dass mich meine lieben Kinder am Muttertag mit diesen wunderbaren Zeilen geweckt haben. Später dann, als sie der Reihe nach auszogen, kamen die klangvollen Worte dann per Telefon.
Dieses Gedicht hat unsere Muttertagsgepflogeheiten so geprägt, dass auch ich irgendwann anfing meine eigene Mama frühmorgens am Muttertag anzurufen, um ihr das wunderbare Gedicht aufzusagen. Ja, seitdem wartet sie jedes Jahr am zweiten Maisonntag schon ganz zeitig auf meinen Anruf.

TRADITION

Dieses Gedicht ist übrigens universell einsetzbar. Nur ein paar wenige Worte müssen verändert werden und schon passt es auch zu Geburtstagen, Hochzeitstagen und Kennlerntagen.
Heuer fällte der Muttertag mit dem 65. Geburtstag meines Mannes zusammen, das bedeutet, wenn die Kinder geschickt sind, dann brauchen sie am Sonntag nur ein paar Worte richtig verändern und sie können mit einem Gedicht zu zwei Feiertage Glück wünschen. Feine Sache.
Achja, im Rahmen meiner aufwändigen Rechereche für diesen Artikle habe ich festgestellt, dass ich nicht ein einziges Foto besitze, auf dem ich im Kreise meiner lieben Kinder abgebildet bin. Vielleicht wird das was, wenn das thailändische Kind, also das Kind das jetzt lieber in Thailand ist, als am Muttertag bei seiner Mutter zu verweilen, im Herbst auf Heimaturlaub kommt.
Und jetzt möchte ich der werten Leserschaft dieses äußerst, praktische, universell verwendbare Muttertagsgedicht nicht vorenthalten. Bis Sonntag ist noch genug Zeit, um diese Zeilen auswendig zu lernen.

Liebe Mutter glaube mir,
was ich dir jetzt sage,
habe dich von Herzen lieb,
heut und alle Tage.

1 Comment Muttertag

  1. Gabi

    Liebe Claudia. Ich bin zwar keine Mutter, doch wir haben ähnliche Gedanken diesbezüglich. Ich habe ja auch einen Beitrag geschrieben, der ist aufbereitet sozusagen. Das Gedicht ist reizend und kurz genug, daß ich es mir merken kann. Trotzdem schönen Muttertag! Lg. Gabi

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