claudiaontour

Lifestyle / Persönliches

Was wollt ihr eigentlich von mir?

Wir schreiben den 31.Dezember. Es ist Mittag, das alte Jahr ist in 12 Stunden Geschichte und ich schaue mit viel Freude auf meine persönlichen Monate zurück. Nein, das wird jetzt kein großer Blog-Rückblick, wer darauf Lust hat, den bitte ich einfach nachzulesen. Es gab viele Reisen, so viel kann ich sagen. Auch wenn viele Menschen über das alte Jahr jammern, ich kann mich da nicht anschließen, selbst wenn die Zeiten im Moment nicht mehr sehr rosig erscheinen. Aber jammern hat noch nie eine Situation verbessert. Anpacken und ändern, und das beginnend bei sich selbst.

BLOGGERALLTAG

Natürlich macht man sich auch ein wenig Gedanken über das Bloggerdasein. Vor allem, wenn diese Tätigkeit einen großen Teil des Alltages einnimmt. Ich bin sicher vier bis fünf Stunden, vielleicht auch mehr, mit meinen beiden Blogs täglich beschäftigt. Der Aufwand entsteht ja nicht nur durch die eigentlichen Blogbeiträge, sondern durch das ganze Drumherum. Social Media Kanäle betreuen und mit neunen Fotos und Beiträgen befüllen. Und damit meine ich auch, dass man anderen Usern wertschätzend gegenüber tritt. Kommentare schreiben, Artikel lesen, Likes bei Gefallen setzen. Ab und dann private Nachrichten senden, sich gut vernetzen.

BLOGGER ALS RATGEBER

In meinem Fall gilt es auch viele private Mails zu beantworten. Vor allem Menschen die eine ähnliche Krankheitssituation durchleben oder hinter sich haben, wollen oft nicht öffentlich schreiben und wenden sich dann per Mail an mich. Da reicht dann kein freundlicher Einzeiler. Ich möchte ja mein erworbenes Wissen helfend weitergeben. Oft ist das gar nicht so einfach zwischen Fashionbeiträgen, Reiseberichten und Restaurantempfehlungen dieses sehr ernste Thema zu bedienen. Ursprünglich wollte ich auf claudiaontour.com meine inzwischen überwundene Krebserkrankung vollkommen ausklammern, weil ich den Folgeschäden einen ganzen Blog widme. Bei den Geschmeidigen Köstlichkeiten dreht sich alles um meine Esseinschränkung. Trotzdem merke ich, dass ich auch hier am Blog oft genug davon erzähle. Es liegt ja irgendwie auch auf der Hand, weil meine Behinderungen meinen Alltag bestimmen. Mir ist auch klar, dass ich ohne diese schreckliche Krankengeschichte niemals zu bloggen begonnen hätte. Weder über Food, noch über Lifestyle. Im Gegenteil, vor Jahren habe ich BloggerInnen, egal welchen Genres, eher misstrauische aus den Augenwinkel betrachtet.

WISSEN VERMITTELN

Ich weiß ungefähr was ich durch die beiden Seiten erreichen möchte. Das ist zum einen Wissen vermitteln und zum anderen auch zu zeigen, dass man trotz massiver Einschränkungen ein durchaus vergnügliches Leben führen kann. Ja, Mut machen lautet da die Devise. Influencerin werde ich wohl keine mehr werden, das überlasse ich lieber aufstrebenden jungen Instagrammerinnen, die sich zwischen Markenhandtaschen und Palmen räkeln. Ich bin aber auch nicht ganz uneigennützig. Die Blogs ersetzen mir tatsächlich meine frühere Berufstätigkeit. Bringen mir Tagesstruktur und viele Unternehmungen.

REDAKTIONSPLAN? NEIN; DANKE

Nun ist es ja so, dass ich mehr oder minder frisch von der Leber weg schreibe. Außer es handelt sich um Kooperationen und solche gehe ich nur ein, wenn die Rahmenbedingungen sehr großzügig gesteckt sind. Ich möchte einfach keinen Stress und Druck in meinem Leben mehr erfahren. Das bedeutet, dass ich keine Redaktionspläne schreibe, wie so manche KollegInnen. Ich plane auch nur sehr,sehr selten Beiträge über einen längern Zeitraum voraus. Die meisten Artikel entspringen einer spontanen Idee. Einzig Fashion-Beiträge muss ich ein wenig planen. Über Restaurants schreibe ich kurz nachdem ich dort war. Ebenso über Reiseziele und Hotels. Ich würde nämlich sonst Details schlicht wieder vergessen. Und ich gehe selten mit Spickzettel essen.

EMOTIONEN UND MODE PUNKTEN

Natürlich kann ich nach der Veröffentlichung sehen, welche Beiträge gerne gelesen werden. Das sind vor allem persönliche Erlebnisse und Geschichten. Je emotionaler, desto häufiger wird der Artikel angeklickt. Auch wenn solche Beiträge aus der Emotion heraus oft sehr schnell geschrieben sind, so ist es trotzdem eine Gratwanderung die richtigen Worte zu finden.
Mode wird gerne gelesen. Überhaupt Artikel mit persönlichen Bildern. Das finde ich immer noch sehr interessant, wie sehr LeserInnen auf Abbildungen meiner Person reagieren. Auch das ist eine Gratwanderung bezüglich der Authentizität. Man wird es jetzt wahrscheinlich kaum glauben, aber sogar ich gehe manchmal schlecht frisiert und ungeschminkt außer Haus. Manchmal frage ich mich ganz ernsthaft wie ehrlich es wäre, Fotos von meinem vernarbten Körper zu zeigen?
Reisen, Restaurant- und Hotelempfehlungen haben eher einen langfristigen Wert. Und ja, ich erfahre öfter, dass LeserInnen meine Tipps auch annehmen und sich dafür auch bedanken. Das lässt das Bloggerherz natürlich höher schlagen.

WAS WOLLT IHR EIGENTLICH VON MIR?

Und trotzdem frage ich nun am Ende des Jahres, was wollt ihr eigentlich 2017 von mir? Ich freue mich über ehrliche Meinungen, auch wenn ich meiner Linie treu bleiben werde. Aber oft sind Anregungen von außen durchaus inspirierend.

Einen guten Start in das kommende Jahr, vor allem Gesundheit und Zufriedenheit.

 

 

3 Comments Was wollt ihr eigentlich von mir?

Leave A Comment

%d Bloggern gefällt das: