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Woran ich in der AREA 47 im Ötztal kläglich gescheitert bin

Unlängst habe ich von meinem bravourös gemeisterten Abenteuer beim Rafting in der Imster Schlucht erzählt. Nicht alles was ich mir bei meinem Kurzurlaub in der AREA 47 vorgenommen hatte, hat so reibungslos funktioniert, wie ich mir das so vorgestellt hatte.
Bereits im Vorfeld hatte ich meine liebe Leserschaft befragt, an welchen Aktivitäten ich teilnehmen sollte. Das Angebot in der AREA 47 ist so breitgefächert, dass man sich wirklich schwer tut, eine passende Auswahl zu finden. Für mich hatte sich Wake Board, Rafting und Flying Fox als interessant erwiesen. Die Lesermeinungen reichten von-bis, über persönliche Erzählungen und Erlebnisse. Letztendlich entschied ich mich für Rafting und Flying Fox als Fixprogramm, denn viele Aktivitäten muss man nicht vorbuchen. Canyoning oder Mega Swing sprachen mich eher nicht so an. Alles andere wollte ich dann vor Ort entscheiden. Mega Swing klang auch ein wenig anrüchig, so meinten ein paar meiner LeserInnen.

Lageplan der AREA 47 im Ötztal

FLYING FOX ALS HERAUSFORDERUNG

Gleich am Sonntag nach meiner leider sehr verregneten Ankunft und einem ersten Erkunden der Anlage war es dann so weit.
FLYING FOX stand am Programm. Die Fahrt durch die Luft erschien mir nicht wirklich sooo gefährlich, wie ich bei meinem ersten Spaziergang feststellen konnte. Ich wanderte von meinem Zimmer aus Richtung Treffpunkt. Dort wird man in ein Sicherheitsgeschirr gesteckt, schon beim Anlegen hatte ich die ersten Probleme. Irgendwie hatte ich das Ding vollkommen falsch um meinen Körper drapiert.

Nachdem alle ausstaffiert waren, ging es die Böschung hoch unter die Brücke, von wo aus man zu Startplattform gelangt. Gelangen kann, wenn man nicht nur eine wackelige Holzbrücke überquert, sondern auch noch um den Brückenpfeiler in 28 Metern herumkraxelt. Natürlich ist man in dieser schwindligen Höhe gesichert. Ich habe es trotzdem nur bis zur Mitte dieses schmalen Holzsteges geschafft und bin mit geschlossenen Augen rückwärts getapst. Zum Glück war ich die Letzte in der Gruppe, sonst hätten andere auch noch umkehren müssen.
Mein ganzer Mut hatte mich verlassen und ich ärgerte mich über mich selber, weil ich so gerne über den großen Wasserbereich geschwebt wäre.
Anscheinend bin ich jedoch in guter Gesellschaft, denn täglich drehen auch gestandene Männer wieder um und lassen sich so den Flying Fox entgehen. Obwohl, anderen beim Herumfliegen zusehen kann ja auch ganz spannend sein. Warum übrigens mein kleiner GoPro Film von meinem jämmerlichen Scheitern verschollen ist, das bleibt mir ein ewiges Rätsel.

Flying Fox Start in der Area 47

WAKE AREA

Die neu angelegte Wake Area, die sich oberhalb des Areals auf einem kleinen Plateau befindet, hatte es mir angetan. Ich frage mich, wie man dieses Karibikblau in die Tiroler Bergwelt zaubern konnte. Ich sag‘ es gleich vorweg. Ich habe mich zwar stundenlang in der Wake Area aufgehalten, aber hinauf auf ein Board habe ich es nicht geschafft. Nicht aus Angst und Schrecken, ich war schlicht zu faul und habe es so sehr genossen dort gemütlich in der Cafeteria bei einem kühlen Getränk den Sportlern zu zu sehen. Ich habe mir auch sagen lassen, dass man zumindest einmal im Anfängerbereich, der sich in der Water Area befindet, zur Probe wakeboarden sollte, oder wie man auch immer diese Tätigkeit bezeichnet.  Das hatte ich mir eigentlich vorgenommen, aber irgendwie konnte ich mich nicht richtig aufraffen.

WATER AREA

Bekannt ist die AREA 47 vor allem auch wegen des großen Water Fun Parks. Unzählige Rutschen, ein Blobber  und Sprungtürme lassen das Herz von wagemutigen Wasserratten höher schlagen. auch dort habe ich einen schönen, Platz für mich gefunden. Auf der Terrasse des Lakeside. Das ist jenes Restaurant in dem man frühstückt und fast den ganzen Tag im Markt Restaurant tadelloses Essen findet. Ja sogar für mich gab es eine gute Auswahl. Zum Beispiel einen fantastischen Burger ohne Bun und sonstigen sperrigen Zutaten.
Aber, ich habe es mir nicht nehmen lassen und bin zwischen gefühlten 50 Schulklassen zwei Mal über ein der Rutschen hinunter gerutscht. Eigentlich habe ich drauf gewartet, dass irgendjemand laut nachfragen würde, was denn die Oma da im Rutschenbereich machen würde.
Ich glaube, ich war in diesen Tagen vermutlich die einzige, allein reisende Frau über 50 in der AREA 47. Die AREA ist eindeutig männlich und zwischen 20 und 40 Jahre alt. Adrenalin gesteuert. Ein perfekter Ort um zum Beispiel zu Poltern, vor allem für junge Männer. Erstaunlich fand ich, dass viele, sportliche Pärchen in meiner Altersklasse anzutreffen waren.
Zum Schulende hin trifft man auf viele Schüler, die dort ihre Schulsport Woche verbringen. Das finde ich schön, dass auf diese Weise Jugendliche die Möglichkeit haben in der Natur verschiedene Sportarten auszuprobieren.

ESSEN IN DER AREA 47

Mich macht es immer besonders glücklich, wenn ich auswärts in einem Restaurant nicht großartig umbestellen muss, weil genügend Speisen auf der Karte zu finden sind. Ein herrliches Tartar, damit kann man mir eine große Freude bereiten und das gibt es im Argentinian BBQ. Dazu habe ich mir Gänseleber bestellt, die sonst auf einem saftigen Stak vom Grill landet. Geniale Kombination.

WOHNEN IN DER INTERNETFREIEN ZONE

Einfach und trotzdem wunderbar. Viel Holz und keinen Fernseher, so lautet die Devise. Eigentlich ist die AREA 47 ein passender Ort um ein Buch zu schreiben, oder ein wenig Digital Detox zu betreiben. W-Lan gibt es nur im Lakeside Restaurant. Ich hätte das interne Netz benützen können, aber ich hatte den Laptop nicht einmal fünf Minuten in Betrieb. Eigentlich hätte ich nicht einmal das Handy benötigt, wenn ich nicht zwischendurch ein paar Instastories in die Welt hinausgeschickt hätte.
Zwischen all der Action kann man tatsächlich sehr viel Ruhe finden. Die AREA 47 würde ich sicher wieder besuchen, vielleicht in Begleitung meiner sportlichen Kinder und dem Gemahl.

Mein ganz persönliches Fazit: Area 47 ist nicht nur für abenteuerlustige Polterpartien ein idealer Ort, um an seine Adrenalingrenzen zu stoßen. Toll für Familien die verschiedene Outdoor-Sportarten ausprobieren möchten. Als allein reisende ältere Frau habe ich dort auch sehr viel Ruhe gefunden. Ein idealer Ausgangsort für schöne Wanderungen und Mountainbike Touren. Und ich bin zu einer wichtigen Erkenntnis gekommen, Scheitern muss erlaubt sein.
Info für die werte Leserschaft
AREA 47 

Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Area 47. Der Inhalt entspricht meiner persönlichen Meinung und ist unbeeinflusst.

9 Comments Woran ich in der AREA 47 im Ötztal kläglich gescheitert bin

  1. Maria

    Liebe Cluadia,
    ich finde es bewundernswert, dass du dich überhaupt getraut hat, bis zur Mitte dieses 28 Meter hohen Mastes zu klettern. Ich wäre schon nach 10 Metern umgekehrt – wenn überhaupt 😉
    Wasserrutschen finde ich hingegen auch megatoll und wäre gerne mitgerutscht. Wie ich sehe, ist die Area 47 nicht besonders weit von Köln weg, zwar eine kleine Strecke, aber durchaus in Reichweite. Vielleicht plane ich mal ein Wochenende dahin und geh rutschen – mit oder ohne Gemecker von den adrenalingeladenen jungen Männern *hehe*
    Viele Grüße und danke für die Inspiration.
    Maria

  2. Gina

    Liebe Claudia,

    so eine „Scheitern-Situation“ kenne ich auch, aus dem Kletterwald, wo ich mit zittrigen Knien gerade mal den Anfänger-Parcours bewältigte. Mittlerweile finde ich es okay, dazu zu stehen, dass das einfach nicht mein Ding ist.
    Die Imster Schlucht bin ich übrigens mit dem Kajak gepaddelt, das war Adrenalin pur!

    LG
    Gina

  3. Barbara

    Hallo Claudia,

    das beruhigt mich, dass ich nicht der einzige Angsthase auf dieser Welt bin. Bei mir ist das tagsform-abhängig, mal geht’s mal nicht. So richtig wild ist das ja nicht, dann kehrt man halt um und ärgert sich kurz, aber das ist ja bald wieder vergessen.

    Interessant, was es da alles gibt – da kann man ja sporteln ohne Ende.

    Liebe Grüße
    Barbara

  4. Michaela

    Liebe Claudia,

    die Area 47 hört sich wirklich toll an. Vor allem eine internetfreie Zone finde ich eine gute Idee. Ich selbst bin gerade auch recht abgeschottet vom Internet – muss einen Hügel erklimmen, um Signal zu empfangen *lach* und merke erst wie viel Zeit mehr und wie viel Stress weniger man dadurch hat.

    Liebe Grüße vom Titicacasee,
    Michaela

  5. Diana

    Liebe Claudia,
    danke für den Bericht. Das „Scheitern“ kenne ich auch. Leider auf einer Dienstreise, wo wir in einem Kletterpark waren. Ich hatte von Anfang an gesagt, dass ich lieber nicht klettern möchte. Dann haben mich alle überredet es doch zu tun und das Ende vom Lied war, dass ich mich nach der dritten Station abseilen lassen musste… War mir wirklich peinlich.
    Schön, dass man in der Area 47 auch Ruhe findet, so können ggf. alle Familienmitglieder das für sie beste finden.
    VG Diana

  6. Kathi

    Liebe Claudia,
    ich kann deine Situation so gut nachvollziehen. Manchmal muss man einfach umkehren. Es gibt allerdings keinen Grund, sich über sich selbst zu ärgern.

    Vielen Dank für den Tipp mit der Area47. Die Bilder sind super und deine Erfahrungen hören sich toll an. 🙂

    Viele liebe Grüße
    Kathi

  7. Daniela

    Liebe Claudia,

    ich finde auch nicht, dass man sich darüber ärgern sollte. Es ist schon toll, dass du dich überhaupt getraut und es ausprobiert hast. Das verdient schon Anerkennung. Und warum irgendwas auf Gedeih und Verderb durchziehen. Scheitern ist erlaubt und erfordert mehr Mut als etwas durchziehen, was man nicht möchte.

    LG Daniela

  8. Nina

    Hi Claudia, es ist schon sehr tapfer sich einzugestehen, dass es einfach nicht geht und dann kehrt zu machen. Ich finde das super von Dir, zumal für mich solche Action auch nichts wäre. Wohl aber wäre es was für meine Männer, die hätten wohl den Spaß ihres Lebens. Und ich würde gechillt auf der Terrasse sitzen und den Relaxrausch erleben 😉 LG, Nina

  9. Katja

    Liebe Claudia,
    so wie ich dich kenne, war mir von Anfang an klar, dass du bei dieser Aktion Spaß haben wirst 🙂
    Hast du denn auch entspannt geschlafen, vor und nach soviel Adrenalin?

    Schönes Wochenende
    LG Katja

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